Rückblende

Kaum ein anderer deutscher Schauspieler hat so viel Charisma zu bieten. Doch Charisma ist einem in die Wiege gelegt, bei Mario Adorf kommen auch Einsatz und Fleiß hinzu. Anders ist diese musterhafte Karriere nicht zu erklären: Die rund 200 Film- und Fernsehproduktionen sprechen für sich. Damit gehört er zweifellos zu den produktivsten und vielseitigsten deutschen Darstellern, die es zudem schaffen, jedem Film eine eigene Signatur mitzugeben. Diese unvergleichliche Karriere hat Mario Adorf hier, in Mainz, begonnen. Ein Grund mehr diesem Ausnahmeschauspieler bei FILMZ eine Rückblende zu widmen, die sich leider auf sechs seiner deutschen Kinofilme beschränken muss. Angesichts von Qualität und Quantität eine zum Scheitern verurteilte Rückblende. Wir denken aber: ein Scheitern auf sehr hohem Niveau. » Mehr Informationen

Am Tag als der Regen kam

West-Berlin in der Nachkriegszeit. Der rauhe Werner (Mario Adorf) ist Anführer einer Gang, die die Stadt mit ihren Verbrechen erschüttert. Autodiebstähle, Einbrüche und bewaffnete Überfalle sind das Tagesgeschäft der „Schwarzen Panther“. Als Werner seinen neuen Coup plant und Robert (Christian Wolff) aus der Bande austreten will, um mit der schönen Inge ein bürgerliches Leben zu führen, kommt es zur Entscheidung: Robert nimmt Kontakt mit einem Polizisten auf, der um seine Aussteigerpläne weiß.

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Bomber & Paganini // Galavorstellung

Bomber (Mario Adorf) und Paganini (Tilo Prückner) bilden ein Gaunerduo, das nicht gerade unter dem Begleitschutz der Göttin Fortuna steht. Beide werden durch den missglückten Sprengversuch eines Banktresors zu Invaliden. Der eine blind, der andere lahm, sind sie nun umso mehr schicksalhaft aneinander gebunden: Der Blinde schiebt, der Lahme steuert, eine Solidarität aus Not. So behaupten sie sich in ihrem veränderten Lebensalltag und bewahren sich natürlich auch ihre kriminelle Energie.

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Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Nach einer Karnevalsfeier verbringt eine junge Frau, Katharina Blum (Angela Winkler), die Nacht mit einem Unbekannten (Jürgen Prochnow). Am Morgen darauf stürmt die Polizei ihre Wohnung. Die Zufallsbekanntschaft steht im Verdacht, einen Bankraub begangen zu haben und in anarchistischen Kreisen zu verkehren. Doch der Gesuchte ist entkommen und Katharina, die bisher ein unscheinbares und unbescholtenes Leben geführt hat, gerät ins Visier von Polizei und Medien. Der ermittelnde Kommissar Beizmenne (Mario Adorf) und der zynische Reporter Tötges (Dieter Laser) machen ihr das Leben zur Hölle. Den haltlosen Anschuldigungen, die von allen Seiten auf sie einprasseln, ist sie wehrlos ausgesetzt. Als der psychische und soziale Druck unerträglich wird, sieht Katharina im Griff zur Waffe die letzte Möglichkeit, ihre Ehre zu retten.

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Epsteins Nacht

Jochen Epstein (Mario Adorf) wird nach 15 Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Die Haftstrafe, die er wegen Mordes verbüßen musste, hat aus ihm einen verbitterten Menschen werden lassen. Plötzlich erscheint vor ihm eine Frau, von der er überzeugt war, dass sie vor knapp sechzig Jahren im Konzentrationslager ermordet wurde. Diese Begegnung löst in ihm eine emotionale Bilderflut der Erinnerungen aus, die an einen zehn Jahre zurückliegenden Weihnachtsabend zurückführen, und in einer anderen schicksalhaften Begegnung kulminieren.

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Lola

Ende der fünfziger Jahre in der bayerischen Kleinstadt Coburg: Bauunternehmer Schuckert (Mario Adorf) und andere einflussreiche Verantwortliche der Stadt ziehen im Hintergrund die Fäden des wirtschaftlichen Aufschwungs, freilich unter großzügiger Berücksichtigung der eigenen Interessen. Hauptquartier der korrupten Clique ist das örtliche Bordell „Villa Fink“: Hier wird sich besprochen, sich amüsiert und erfreut an den Darbietungen der attraktiven Lola (Barbara Sukowa). Dieses sich selbst erhaltende Machtsystem wird bedroht durch den frisch eingesetzten, seriösen Baudezernenten von Bohm (Armin Mueller-Stahl), zunächst unbestechlich und immun gegen Schuckerts Versuche, ihn ins Netz zu locken. Erst Lola wird von Bohms Fallstrick, von deren nächtlicher Aktivität in der „Villa Fink“ er zu Beginn in Unkenntnis gelassen wird.

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Massnahmen gegen Fanatiker

Subtil-komischer, improvisierter Kurzfilm über die Facetten des „Fanatikers“, exemplarisch auf einer Galopp-Rennbahn.

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Nachts, wenn der Teufel kam

In Nazi-Deutschland treibt ein Serienmörder seit elf Jahren sein Unwesen. Kriminalkommissar Kersten (Claus Holm) will diese Mordfälle unbedingt aufklären, sieht sich aber bald durch Anweisungen von oberster Instanz eingeschränkt: Das NS-Regime will eine sofortige Klärung und nimmt daher, trotz ungenügender Indizienlage, den erstbesten Verdächtigen fest. Kurz darauf gelingt es aber, den wahren Täter festzunehmen: Nun pirscht sich das verrückt-naive Muskelpaket Bruno Lüdke (Mario Adorf) nicht mehr an die „schönen Frauenhälse“ heran.

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